Kaiser Augustus war in jenem Jahr noch nicht dazu gekommen, Weihnachtsgeschenke zu kaufen. Weil ihm überfüllte Geschäfte ein Graus waren und die Erfindung des Internets noch auf sich warten ließ, ordnete er eine Volkszählung an, damit die Geschäfte leer waren und er ganz in Ruhe seine Weihnachtsgeschenke kaufen konnte.
Auch Joseph machte sich auf den Weg; natürlich mit seiner hochschwangeren Verlobten Maria. In Sachen Weihnachtsgeschenke kaufen war die Reise kein Problem für sie, denn Maria hatte ihre Einkäufe längst erledigt, aber das Paar musste feststellen, dass in Bethlehem alle Hotels und Pensionen ausgebucht waren, sodass Maria ihren Sohn in einem Stall zur Welt brachte.
Nicht weit entfernt trat ein Engel zu ein paar Hirten, die sich bereits in die Steuerlisten eingetragen hatten und den Aufenthalt in Bethlehem nutzten, um noch einige Weihnachtsgeschenke zu kaufen. Der Engel verkündete den Hirten die Geburt Jesus’, und daraufhin beschlossen die Männer, den Rest ihrer Weihnachtsgeschenke später zu kaufen und zuerst nach dem neugeborenen Retter zu sehen. Dass der Engel sie ausgerechnet beim Kaufen der Weihnachtsgeschenke angesprochen hatte, freute die Hirten sehr, denn so hatten sie bereits eine Kleinigkeit für das Jesuskind parat und konnten sich gleich auf die Suche nach dem Stall machen.
Sie beeilten sich und fanden die glücklichen Eltern mit dem kleinen Jesus rasch. Natürlich erzählten sie von ihrer Begegnung mit dem Engel, aber alle, die ihrer Geschichte lauschten, hielten sie für ein Märchen und beschlossen, sich doch lieber wieder ihren Weihnachtsgeschenken zu widmen. Maria allerdings glaubte den Hirten und freute sich über ihren Besuch.